Wer steckt hinter unseren Mahlzeiten?

Wir kommen in den leeren Speisesaal. Alles scheint ganz still, doch die Ruhe täuscht. Hinter den erleuchteten Fenstern der Küche wird schon eifrig geschnippelt. Wir klingeln, eine junge Frau öffnet uns und bittet uns freundlich herein, die drei Mitarbeiterinnen Ilona, Daniela und Danuta bereiten gerade die ersten Wraps zu. Eine Minute später sind wir wieder draußen. Wir dürfen die Küche nur mit einem Gesundheitszeugnis betreten, für uns ist das eine verbotene Zone. Trotzdem beantwortet Daniela vor der Tür unsere Fragen.

Dkleines bildie 21-jährige Auszubildende zur Hauswirtschafterin ist von ihrer Tätigkeit begeistert. ,,Ich koche gern alles, es ist toll, verschiedenes zu machen“, sagt sie. Das Kochteam verarbeitet pro Tag 20 Kilogramm Gemüse und trotz 30 Vegetariern, ein Viertel aller 120 JPF-Teilnehmer, 30 Kilo Fleisch. Zum Abendessen haben die Mitarbeiterinnen sich heute ein besonderes Gericht ausgedacht: Wraps. Für die Vorbereitung nehmen sie sich drei Stunden Zeit, insgesamt brauchen sie mehr als vier Stunden – und das nur für das Abendessen.

 

Für das sechzehnköpfige Team, das in der JugendAkademie Segeberg die Mahlzeiten zubereitet, kommt die Qualität an erster Stelle. Saisonale Produkte stehen im Vordergrund, im Winter Erdbeeren sind tabu. Um die Umwelt zu schonen, setzt die Küche auf regionale Produkte, so sind die Lebensmittel auch noch frisch, wenn sie ankommen.

Mit einem guten Bauchgefühl verlassen wir den Speisesaal aber dann meldet sich der Hunger.

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